
Präsentation in der Kirche
Unsere Arbeit und Reaktionen darauf
Da wir schon die Information hatten, daß der Kirchenbau ein beständiger Anlaß für Kontroversen in der Gemeinde war, stieg unser Lampenfieber entsprechend an. Was würde die Gemeinde dazu sagen? Wer würde kommen? Wie sollen wir uns verhalten? Pastor Lauer und Frau Prof. Koethen gaben erst mal eine Einführung, wir als Studenten konnten auf Fragen aus der Gemeinde antworten.
Die Kirche war gut gefüllt und an den ersten Reaktionen konnten wir entnehmen, daß unsere Intervention in diesen Raum erfreulich gut angenommen wurde. Es wurde alles auf Video aufgezeichnet.
Es war eine rege Resonanz bei den Besuchern.
Die Besucher konnten Fragen und Äußerungen an uns richten, auch kritische Anmerkungen waren wichtig für unser Selbstverständnis:
„Sie beäugten die Bilder, an Ihren Gesichtern konnten wir schon die eine oder andere Reaktion ablesen, auch wurden einige der Bilder zögernd betastet."
„Wie sagen wir dem Besucher, daß die Kissen auf den Bänken nicht zum drauf setzen gedacht sind?"
Vor den Fragen hatten wir ein bißchen Angst, denn:
„Man müßte weiter ausholen, um den Prozeß erklären, unsere eigenen Versuche und Experimente im Vorfeld zu erläutern."

„Kritik und Fragen von den Besuchern sind sehr ähnlich unseren eigenen Fragen am Anfang unserer Arbeit und zwischendrin, und nicht immer hatten wir selbst eine wohl formulierte Antwort darauf."
Alles in Allem entstand der Eindruck einer Vernissage.
„Die Leute haben weniger kritisch reagiert, als wir dachten. Zufriedenheit über den Ausgang der Präsentation und über die Anteilnahme der Gemeindemitglieder breitete sich bei uns aus.
„Pastor Lauer will abwarten, wie sie vom Rest der Gemeinde aufgenommen werden."
Die Zeit danach...... Die Reaktion der Gemeinde, nachdem die Bilder abgehängt waren, reichte von „Bin ich froh das diese Bilder weg sind" bis zu „Schade, sie hätten dort hängen bleiben sollen". Leider haben wir keine eigenen Beobachtungen dazu! In einem kurzen Gespräch mit Pastor Lauer aus der Kirchengemeinde erfuhren wir, daß die Bilder noch bis nach Ostern 1997 in der Kirche hingen.